Stillen und Familientisch
Hintergrundinfo
- Stillen von älteren Babies
(Elizabeth Hormann)
In den späten 60er Jahren, als ich zum ersten Mal ein Kleinkind stillte, gab es eine Vielzahl von Kommentaren, die meisten davon negativ: "Wann gibst Du ihr endlich ein "richtiges" Essen?" (Sie aß uns bereits die Haare vom Kopf.) "Du wirst niemals von ihr loskommen." (Ich nahm damals dreimal die Woche Unterricht.) "Wenn Du sie nicht abstillst, bevor sie sauber ist, wird sie niemals ihre orale Phase von ihrer analen Phase unterscheiden können." (Zu spät - sie trug schon lange keine Windeln mehr. [...] [weiterlesen]
- Der Wert des Stillens nach dem 6. Lebensmonat
(Elizabeth Hormann)
Die Frage, wann ein Kind abgestillt sein sollte, ist nicht neu. Diese Frage wurde schon vor vielen Jahrtausenden gestellt und unterschiedlich beantwortet. In Altgriechenland waren Kinder manchmal schon mit 6 Monaten abgestillt (laut Stillvertrag in Fides, Breasts, Bottles and Babies S.354). Ähnliches weiß man von den Römern in Ägypten, obwohl dort das Stillen im allgemeinen variabler gehandhabt wurde, mit Abstillzeiten bis zu 36 Monaten (Ibid.) Es gab immer Fälle, in denen ein Kind zu früh abgestillt wurde, und durch viele Jahrzehnte hindurch wurden Kinder viel früher entwöhnt als von den Experten vorgeschlagen. [...] [weiterlesen]
Erfahrungsberichte
- Stillen und Rooming-In
(Moni)
Eigentlich habe ich mich die 5 Tage im Krankenhaus sehr wohl gefühlt. Durch eine Zusatzversicherung hatte ich das Glück, in einem Einzelzimmer zu liegen. Mein Sohn konnte die ganze Zeit bei mir sein, und das war er auch, bis auf zwei Ausnahmen: In der ersten Nacht gab ich ihn ab, denn noch war alles zu neu für mich, und ich wollte mich von der Geburt erholen. Ich befürchtete, ihn vielleicht nicht zu hören oder dauernd von ihm gestört zu werden. Beides war im Nachhinein unbegründet, aber das wusste ich da noch nicht.[...] [weiterlesen]
- Von der Brust an den Familientisch
(Barbara)
Auch wenn uns die Babynahrungsindustrie immer weis machen will, dass Flaschenmilch und Gläschen zum Alltag mit Babys und Kleinkindern gehören und das schöne, friedliche Stillleben nach sechs Monaten vorbei ist, muss das überhaupt nicht der Fall sein. Ich möchte dazu die Geschichte unseren kleinen Sohnes, unterdessen 2,5 Jahre alt, erzählen:
Seit seiner Geburt hat er rund um die Uhr, tags und nachts nach Bedarf gestillt. Der Einfachheit halber schlief er bei uns im Bett. [...] [weiterlesen]
- Warum wir unsere Kinder füttern? - Eine Interpretation.
(Barbara)
Als Mutter zweier Kinder höre und lese ich immer wieder das Wort "füttern". Dieses Wort birgt für mich stark behaftete Eindrücke, läßt mir zumal einen Schauer über den Rücken gehen. Warum? An was denken wir zuerst bei diesem Wort? Eine Bäuerin füttert ihre Kühe, einen Geldautomaten füttern wir mit Münzen. Aber Kinder füttern? Warum dieses Wort, wenn es um die Ernährungsweise unserer Kinder geht? [...] [weiterlesen]
- Von der Hand in den Mund - Fingerfood
(Susanne)
Unsere Raphaela (jetzt 13 Monate alt) ist ein richtiges Fingerfood-Kind. Wie so viele Erstlingsmütter auch, war ich der Meinung, dass man nach 6 Monaten abstillt, und dann gibt es Brei von Hipp & Co. [...] [weiterlesen]
- Meikes Stillgeschichte
(Meike)
Bevor Max geboren wurde, habe ich mich eigentlich nicht so sehr mit dem Stillen beschäftigt. Warum das so war, kann ich eigentlich gar nicht so genau sagen, denn es war für mich eigentlich sonnenklar, dass ich Max so lange wie möglich voll stillen und dann, nach Einführung der Beikost, auch bis mindestens zum 1. Geburtstag stillen wollte. Der Grund dafür lag damals für mich vor allem in der großen Allergiegefährdung, der unser Baby ausgesetzt sein würde, denn mein Mann und ich sind beide Allergiker. [...] [weiterlesen]
- Eine Stillgeschichte
(Janet)
Es war einmal eine junge Frau, die gebar ihr erstes Kind. Sie hatte natürlich im Vorfeld viel gelesen und schon einige Ratschläge erhalten, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Schon im Krankenhaus klappte die Stillerei nicht, das Personal zeigte sich unmotiviert, und da das Baby sehr unruhig war, wurde es gegen den Willen seiner Mutter mit dem Fläschchen gefüttert. Sie versuchte es zu Hause noch über Wochen. Pumpte ab, schüttete weg. Das Baby trank keinen Tropfen Muttermilch. Sie war traurig, weinte viel, machte sich Vorwürfe. [...] [weiterlesen]
- Stillen und Berufstätigkeit
(Martina)
Leon kam absolut ungeplant in unser Leben geschneit. Ich bin selbständig und dachte eigentlich, dass ich mich damit gegen eigene Kinder entschieden hätte. Tja, manchmal kommt es eben anders als man denkt und das ist gut so.
Schon in der 6. SSW hatten wir unsere Tagesmutter gefunden. Über die Erziehung hatten wir uns noch keine konkreten Gedanken gemacht, also war es auch nicht wichtig, ob sie zu unserem "Konzept" passt, sondern, ob wir uns vorstellen können, unseren Schatz in ihre Hände zu geben. [...] [weiterlesen]
- Janinas Stillgeschichte
(Janina)
Als ich mit Alexander schwanger war, deckte ich mich erst mal mit sämtlichen Erziehungsratgebern ein, darunter auch das Stillbuch von Hannah Lothrop. Es hat mir sehr geholfen zu verstehen, dass man ein Kind nach Bedarf stillt, dass es Wachstumsschübe gibt usw. Dennoch ging ich davon aus, 6 Monate zu stillen und dann abzustillen. Das machten ja alle so. [...] [weiterlesen]
- Von einer kurzen Stillbeziehung
(Yvonne)
Ich schreibe diesen Text, weil meines Erachtens auch die Erfahrung einer Mutter, die nicht abstillen wollte und trotzdem nicht anders konnte, sehr wichtig ist. Es sollte einfach auch mal von dieser Warte aus erzählt werden: [...] [weiterlesen]


