Das Continuum Concept im Alltag
Erfahrungsberichte
- Continuum Concept - Was ist das?
(diverse)
Das Continuum Concept ist für mich der respektvolle Umgang mit meinem Kind und mit mir selber!
(Yvonne) - Der Bergführer
(Stine)
Ich habe mal versucht, ein Bild zu finden, um zu beschreiben, wie ich meine Rolle als Mutter sehe, und womit ich Vorbild sein möchte. Dabei bin ich auf das Bild des Bergsteigens gekommen:
Das Kind will auf den Berg, der Bergführer will ihm helfen, das zu bewältigen. Das Kind verliert vielleicht manchmal das Ziel aus den Augen, der Weg kommt ihm endlos vor, es ist frustriert, weil etwas immer noch nicht gut funktioniert oder es möchte einfach nur eine Pause auf der Blumenwiese machen, obwohl du gerne weiterklettern möchtest: Aber trotzdem ist es immer ein gemeinsames Ziel.[...] [weiterlesen]
- "Messer, Schere, Feuer, Licht ..."
(Barbara)
"Messer, Schere, Feuer, Licht, ist für Kinderhände nicht!" - Oder doch? Diesen Spruch habe ich jahrelang von meinen heiß geliebten Großeltern gehört, er gehörte quasi zum Standard-Repetoir in meiner Kindheit. Noch heute auf dem Spielplatz höre ich von anderen Eltern solches und ähnliches andauernd: "Sarah, lass das, du fällst sonst herunter!", "Justin, kommt da weg, du tust dir weh!", "Melanie, das kannst du nicht!" . Ich muss ehrlich gestehen, ein solcher Umgang mit Kindern regt mich regelrecht auf. Sarah, Justin und Melanie sind nämlich nicht so doof, wie man ihnen glauben macht.[...] [weiterlesen]
- Ein Tag aus dem Leben des Moritz V. aus B.
(Carmen)
"Güß Gott", "Güß Gott", "Güß Gott" - ungefähr 10 mal musste ich das meinem Papa heute morgen ins Ohr säuseln, bevor er seine Augen aufmachte und mir einen guten Morgen wünschte! Anschließend schmatzte ich ihm meine Frühstückswünsche vor (Mama wollte noch nicht so recht und versteckte sich unter ihrer Decke). Folgsam wie mein Papa nun mal so ist, stand er mit mir auf und gemeinsam richteten wir zwei Männer den Frühstückstisch für den Rest unserer Familie. [...] [weiterlesen]
- Meine Farben, meine Welt
(Barbara)
Eine liebe Freundin fragte mich kürzlich ein bißchen scheu, wie wenn die Frage mütterliche Abgründe und eine Unfähigkeit eröffnen würde:
Könnte ich ein zweites Kind genauso lieben wie mein erstes? Darf ich noch mal schwanger werden? Ist im meinem Herzen überhaupt noch Platz für ein zweites Kind? Kann ich überhaupt eine gute Mutter für zwei Kinder sein?
[...] [weiterlesen] - "Du stillst schon wieder ..."
(Barbara)
Du stillst schon wieder, hast die Kleine doch erst vor 2 Stunden an der Brust gehabt!
,Warum rennst du schon wieder los, lass ihn doch mal brüllen!
,Kinder gehören in ihr eigenes Bett, sonst kriegst du sie nie wieder zwischen dir und deinem Mann weg. Sie hindern euch an euren ehelichen Pflichten.
,Kinder sind kleine Monster: Gibst Du ihnen den kleinen Finger, nehmen sie die ganze Hand.
,Schreien lassen ist gut für die Lungen!
So oder auch anders mögen Aussagen auf Dich niederprasseln, kleine Seitenhiebe kommen, lieb gemeinte Ratschläge Dich nerven. Meine Einstellung dazu? [...] [weiterlesen] - Grenzen finden zwischen Absichern und Zutrauen
(Moni)
Nachdem ich das Buch von JL gelesen hatte, fragte ich mich, inwiefern ich meinem Kind freien Lauf lassen könnte und wo ich es doch vor Verletzungen schützen müßte bzw. würde.
Zuviel "in-Watte-packen" macht ein Kind unselbständig und wiegt es in falscher Sicherheit. [...] [weiterlesen]
- Einige theoretische Überlegungen zum Continuum Concept
(Hilde)
Continuum Concept und elitäre Abkapselung der "Erleuchteten" von den "tumben Normalos" ist aus meiner persönlichen Sicht ein Widerspruch in sich. Mit ihrem CC (Konzept, nicht Theorie nennt sie es bescheiden) gehört Jean Liedloff eher in die anthropologische und philosophische Richtung, die sich seit Menschengedenken Gedanken über "die Natur des Menschen" macht, als zu den Verfassern konkreter Erziehungsratgeber. [...] [weiterlesen]
- Warum ich so zufrieden bin
(Stine)
- Der wichtigste Grundstein ist meine Pause. Immer wenn Julian schläft, gehört die Zeit mir, und ich tue nur Sachen, die mir Freude machen. Ich bin 20 Stunden pro Tag alleine für Julian verantwortlich, und diese Zeit gehört nur mir.
- Ich achte darauf, dass ich genügend schlafe.
- Ich will bewusst einen großen Abstand zwischen meinen Kindern, damit sich bei uns kein Stress ausbreitet.
- Ich versuche mehr, als nur Mutter zu sein: Wir unternehmen viel, und ich suche Situationen, bei denen ich mich mit Erwachsenen unterhalten kann, während die Kinder miteinander spielen. [...] [weiterlesen]
- Nachdenkliches
(Carola)
Jean Liedloff hat ihr Buch (im englischen Original) "The Continuum Concept" tituliert. Praktischerweise gibt es im Deutschen ebenfalls den Begriff Konzept, nur trifft die wörtliche Übersetzung leider nicht den Punkt. Concept heisst im Deutschen eben nicht Konzept und schon gar nicht ist das Buch als ein solches zur Erziehung von Kindern zu verstehen. Concept heisst übersetzt nichts anderes als Begriff. [...] [weiterlesen]
Texte anderer AutorInnen
- Langsam und mit Geduld
(Magda Gerber)
Warum beeilen wir uns? Wohin eilen wir? Macht es uns Spaß, uns zu beeilen, uns selbst unter Druck zu setzen? Die Haltung unserer Gesellschaft scheint zu sein: "Mehr, mehr, schneller, schneller." Können wir wirklich alles haben, alles machen, alles sein? Und wann wird das sein? Warum nicht langsamer werden und sich an dem freuen, was wir jetzt haben? [...] [weiterlesen]
- Vom Verwöhnen, Weinen und Gefühlen
(Dipl.-Psych. Stephan Mayer)
These: Ein Baby kann nicht verwöhnt werden.
Diese These richtet sich gegen die vielgehörte Warnung sogenannter erfahrenenr Großmütter: "Pass auf, du verziehst, verwöhnst dein Baby!" Nein, ein Baby kann nicht verwöhnt werden! Im Vergleich zu allen anderen Säugetieren ist der Mensch auch nach 9 Monaten im Mutterleib noch eine extreme Frühgeburt. Kein anderes Säugetier kommt so unfertig und hilflos zur Welt. [...] [weiterlesen]


